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Alterswohnungen Feldstrasse
Zürich
Wettbewerb 2007, 4. Preis
Stiftungen Alterswohnungen der Stadt Zürich / Amt für Hochbauten der Stadt Zürich
Thomas Schregenberger GmbH
Thomas Schregenberger, Andrzej Egli, Stefan Schüpbach
13 Mio. CHF

Das Projekt für die Stiftung für Alterswohnungen der Stadt Zürich beinhaltet neben 36 Kleinwohnungen für Betagte auch die Büroräumlichkeiten der Stiftung. Das vorgegebene Raumprogramm verlangte eine dichte Bebauung der zur Verfügung stehenden Blockrandlücke an der stark befahrenen Feldstrasse in Zürcher Kreis 4.
Die Wohngeschosse sind in der Länge geteilt in Hofwohnungen und Strassenwohnungen. Ihre längsseitige Belichtung lässt sie hell und offen erscheinen. In den beiden Sockelgeschossen sind für die SAW attraktive Büroräumlichkeiten untergebracht. Ein Durchgang verknüpft die Feldstasse mit dem Innenhof und der Bäckeranlage und verbindet so den nun wohnlichen Hofraum mit der Aussenwelt. In den Bürogeschossen lassen grosse Glasfronten Ein- und Ausblicke zu, welche die Feldstrasse freundlicher und belebt erscheinen lassen.
Zwei Treppenhäuser erschliessen die Wohngeschosse, an denen je vier Wohnungen, zwei zum Hof und zwei zur Strasse, liegen. Sie alle sind längsseitig belichtet und wirken grosszügig und hell. Die Strassenwohnungen sind mit einer innen liegenden Loggia versehen. Diese ermöglichen eine störungsfreie Lüftung und lassen die Wohnungen introvertiert erscheinen. Die Schlafzimmer der Strassenwohnungen sind zum ruhigeren Hof orientiert. Offener wirken die Hofwohnungen, ihre Balkone schaffen einerseits eine Verbindung zum Innenhof, sind aber auch Teil des erweiterten Wohnraums. Die zwei  3 1/2 -Zimmer Wohnungen sind im Attikageschoss untergebracht. Im natürlich belichteten Tiefparterre sind die Dienstleistungsräume untergebracht. Sie sind direkt über die Treppenhäuser mit den Wohnungen verbunden. Der Gemeinschaftsraum auf Strassenniveau flankiert den neuen Hofdurchgang.
Die flexibel gestalteten Büroräumlichkeiten der SAW sind über eine strassenseitige Eingangshalle erschlossen. Ein paar wenige Treppenstufen verbindet sie mit dem etwas höher gelegenen Empfang.
Im Hochparterre sind das Sekretariat die Sitzungszimmer und auch die Mehrheit der Büros untergebracht.
Ein gemeinsamer Aufenthaltsraum ist über eine Treppe mit dem neu gestalteten Hofraum verbunden. Auch über die Eingangshalle direkt erreichbar, sind im hofseitigen Soussol weitere Büroräume
untergebracht. Sie sind mit einer raumhohen Fensterfront direkt mit dem Hof verbunden.
Die beiden Fassaden, die Hoffassade wie die Strassenfassade werden durch Fensterbänder und Brüstungsbänder gebildet, die sich partiell in den Gebäudekörper hinein, respektive zum Gebäudekörper heraus stülpen. Strassenseitig bilden so die Fensterbänder innen liegende Loggias, hofseitig die Brüstungsbänder vorgelagerte Balkone. Die durch die Fassadenbänder entstehenden Horizonte werden im Wohnungsinneren fortgesetzt. Die hinterlüfteten Fassaden sind mit Keramikplatten verkleidet. Sie nehmen Fassadenoberflächen und Texturen der Nachbarliegenschaften auf. Grosse Glasfronten gewähren im Erdgeschoss Sichtkontakte auf Strasse, Trottoir und Bushaltestelle und beleben so die Feldstrasse.
Der neugefasste Innenhof ist über einen Durchgang mit der Feldstrasse, und über einen Fussweg mit der Bäckeranlage verbunden. Auf ihn ausgerichtet ist der neue Gemeinschaftsraum sowie der Aufenthaltsraum der SAW. Gemeinsam teilen sie sich  den leicht versetzten Aussensitzplatz. Neu wird auch die WOGENO-Siedlung am nun grosszügigen Hofraum partizipieren. Damit hat er eine gute Chance, auch belebt und dadurch sicher zu sein. Er könnte so zu einem attraktiven lauschigen Wohnhof gleich neben der lauten Feldstrasse werden.